Die Geschichte des Museums

Die Geschichte der Museumsgründung

Vorgeschichte

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden in den Großstädten auf dem Lande, in den Komitatshauptstädten und in den Kreisstädten Museen gegründet. In Hajdúböszörmény, in dem geistigen und kulturellen Zentrum des Heiduckenbezirks begann die Sammlung der Museumsmaterialien schwierig. Die ersten wertvollen Gegenstände und archäologischen Funde über die Geschichte von Hajdúböszörmény gelangten zu der Reformierten Kirche und zum Presbyterium. Das erste kulturelle Institut der Stadt, wo die musealen Werte gesammelt waren, war das Reformierte Gymnasium. Im Gymnasium arbeitete ein sog. Museumsverein, das in der Wirklichkeit ein Sammlungsraum war. Das Gymnasium organisierte keine planmäßigen und systematischen Sammelaktionen, aber es nahm die geschenkten Gegenstände an. Der bedeutendste Teil der Altertumssammlung war die numismatische Sammlung, aber hier waren auch geschichtliche, ethnographische und archäologische Gegenstände zu finden.

  1. Anfangsschwierigkeiten – die Organisation der Sammlung

1924 kam Péter H. Fekete nach Hajdúböszörmény als Direktor der Bürgerlichen Mädchenschule. Péter H. Fekete hatte an der Gründung des Stadtmuseums unvergängliche Verdienste, er sammelte als Privatperson die historischen Andenken der Stadt. Er interessierte sich schon als Kind für die musealen Sachen, zuerst sammelte er alte Geldmünzen, später nahm er an einem archäologischen Kurs in dem Nationalmuseum von Siebenbürgen teil. Nach dem Kursabschluss schloss er sich an die von János Karácsony geführte Ausgrabungsarbeiten, die im Dom von Sankt Ladislaus in Großwardein stattfanden.

Nachdem Péter H. Fekete in Hajúböszörmény gekommen war, begann er fieberhaft die historischen Altertümer der Stadt zu sammeln. Er machte eine bewusste aufklärende Kampagne in den Spalten der örtlichen Zeitung Hajdúböszörmény és Vidéke. Er wandte sich regelmäßig an die Stadtbewohner an, er machte auf die historischen Werte der Stadt und auf die Bedeutung der Museumsgründung aufmerksam. Seine Schriften erweckten eine große Interesse, es kamen die Geschenkgaben, wie alte Gebrauchsgegenstände, Möbel, Bücher, alte Schriften nacheinander an. Seine Wohnung erwies sich zu klein zu sein, so bat er um Hilfe des Bürgermeisters der Stadt, um die Gegenstände und Dokumente zu lagern.

  1. Das offizielle Geburtsjahr des Stadtmuseums – der erste wissenschaftliche Institut der Stadt

Károly Paksy förderte Péter H. Fekete, sein Bestreben zu verwirklichen. Am 29. April 1928 fasste der Vertretungskörper der Stadt einen Beschluss, dass die Stadt das Museum organisieren, und für das Museum im Gebäude des Heiduckenbezirks einen Platz sichern, einen Budgetbeitrag zur Verfügung stellen und ein Direktor für das Museum engagieren soll.

„ Der städtische Vertretungskörper im Bewusstsein, dass die Andenken, Erinnerungsstücke, die mündliche und schriftliche Traditionen wie wertvolle und erhaltungswerteStücke der Vergangenheit sind, hatte das Pflichtgefühl, diese Stücke zu sammeln und zu bewahren; der Vertretungskörper beschloss deswegen, dass er neben dem zustimmenden Kenntnisnahme der bisherigen Maßnahmen des Stadtrates, aus den bisherig gesammelten alten Andenken und ethnographischen Gegenständen das Stadtmuseum organisiert, er für die Lagerung der Sachen in einem Stadtgebäude, gelegentlich im Zentralhaus des Heiduckenbezirks eine Stelle sichert, und er mit der Führung und Direktion den seinen Dienste antragenden Péter H. Fekete, den Direktor der Bürgerlichen Mädchenschule beauftragt, und er die Aufsichtsaufgaben, bis die Lage die Aufstellung einer Museumskommission nicht braucht, dem Stadtrat aufträgt.“

Nach der Beschlussfassung setzte Péter H. Fekete die Sammelarbeiten standhaft fort, und parallel damit machte er auch eine umfassende Aufklärungstätigkeit. In der örtlichen Zeitung veröffentlichte er eine Artikelreihe mit dem Titel „Was sollen wir für das Stadtmuseum sammeln?“. Im Ergebnis seiner unverdrossenen Arbeit kamen die Gegenstände von unschätzbarem Wert ins Museum nacheinander. In der Lokalzeitung sagte er den Geschenkgebern regelmäßig Dank. Im Interesse der Fundbergung erschien auch der Aufruf des Bürgermeisters der Stadt in den Spalten der Zeitung Hajdúböszörmény és Vidéke.

  1. Die erste Heiduckenwoche – Die erste Sammelausstellung des Stadtmuseums

Das Stadtmuseum nahm Gegenstände über die Stadtgeschichte und über die Volkslebensweise von Hajdúböszörmény, Dokumente und archäologische Funde aus der Gemarkung der Stadt auf. Der Anzahl der gesammelten Gegenstände vermehrte sich für 1933 in solcher Maße, dass die Stadtverwaltung die Übergabe weiterer Räume beschloss.

1928 sicherte die Stadt den Platz für die Niederlage des gesammelten Materials, aber das Museum verfügte über keine Ausstellungsräume. Die Arbeit im Museum waren nur Sammel und Aufarbeitung. Die erste Heiduckenwoche (eine kulturelle Veranstaltung zwischen 5-12 September 1937) war ein landesweit bedeutendes Ereignis im Leben des Stadtmuseums. Aus dem Anlass der Veranstaltung von großer Bedeutung wurde die erste Sammelausstellung des Museums eröffnet. Für die Ausstellung veröffentlichte Péter H. Fekete einen kürzeren Katalog und auch ein Sachinventar. Die Ausstellung stellte in drei Sälen die Geschichte und die Ethnographie der Region von Hajdúság vor. Die wichtigste Zielsetzung der ersten Ausstellung des Stadtmuseums war, dass die Besucher die Vergangenheit kennenlernen und sie ehren. In der ersten Ausstellungseinheit war das geschichtliche Material zu sehen, unter ihnen waren Darstellungen über István Bocskai, Gábor Bethlen, Urkunden, Adelverleihungsurkunden, Verwaltungsdokumente, Briefe, handschriftliche Landkarten. Das wertvollste Ausstellungsobjekt war die originelle Privilegien-Urkunde von István Bocskai. In der Ausstellung sind auch die Gedenkstücke von Dezső Baltazár, und Pál Gönczy, die Gedenkobjekte des Freiheitskriegs in 1848/49 und auch das Gedenkmaterial über Gábor Sillye und auch die Gedenkstücke der Handwerker. Die geschichtliche Einheit bestand aus 329 Gegenständen. Zur Vorstellung des ethnographischen Materials stand nur ein Saal zur Verfügung, die schönsten Stücke waren die reich gestickten Pelzmäntel von Hajdúböszörmény. Auf dieser Ausstellung behauptete Péter H. Fekete, dass das Stadtmuseum zum Museum der Region von Hajdúság werden soll, um die Geschichte und die Kultur der Heiducken anzeigen zu können.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlitt das Museum bedeutende Schaden. Bei dem Durchmarsch der Kriegstruppen wurden die geschlossenen Säle aufgebrochen, die Vitrine eingebrochen, die Gegenstände auseinandergeworfen. Die Sammlungen des Museums erlitt große Schaden. Seit 1946 begann eine neue Zeitperiode im Leben des Museums. Péter H. Fekete bat in seiner Eingabe an die Stadt um die Sicherung über ständige Räume für das Museum. Unter seinen Plänen waren auch die Eröffnung des Museums für das Publikum und auch das Errichten einer öffentlichen allgemeinbildenden Bibliothek. Im Januar 1946 beschloss die Generalversammlung der Stadt, die allgemeinbildende Bibliothek zu gründen. Die Bibliothek und das Museum waren im Zentralhaus des Heiduckenbezirks zu finden. Das nächste bedeutende Datum im Leben des Museums war das Jahr 1949. Das Ministerium für Religion und Unterrichtswesen erklärte das Stadtmuseum in einem Beschluss für Allgemeinsammlung, so wurden die Bedingungen der tatsächlichen wissenschaftlichen Forschung geschaffen.

  1. Aus dem Stadtmuseum – Museum Hajdúsági

1950 wurden die Gegenstände der Altertumssammlung des Gymnasiums an die Sammlung des Museums angeschlossen.

1951 wurde das Museum verstaatlicht, dann bekam es den Namen Museum Hajdúsági, damit wurde angezeigt, dass das Sammlungsgebiet die Region des alten Heiduckenbezirks bedeutete. Im Gebäude des Heiduckenbezirks wurde noch in diesem Jahr (1951) in sechs Sälen die erste Dauerausstellung eröffnet. Unter neuen Organisationsumständen machte Péter H. Fekete die Ausgrabung der mittelalterlichen Kirche in Vid. Diese Ausgrabung war damals die bedeutendste Ausgrabung des Museums.

 

Das Museum ist 30 Jahre alt

Das Sammel begann schwierig, in etwa 25 Jahren wurde das Institut zum Museum einer großen Stadt der Ungarischen Tiefebene. Das Museum Hajdúsági , dessen Basis zwei Gefäße aus der Sarmatenzeit bildete, und dessen Arbeit in einem kleinen Raum von sechs Quadratmetern begann, ist heute ein schönes Gebäude des ehemaligen Heiduckenbezirks, und dieses Institut arbeitet heute schon in 16 Räumen und organisiert das kulturelle und wissenschaftliche Leben der Region von Hajdúság.

 

Dr. Bálint Marianna