DIE ZEIT DES DUALISMUS

Die bürgerliche Entwicklung nach dem Ausgleich von 1867 bestimmt bis heute den Charakter von Hajdúböszörmény. Das politische Leben wurde durch den Oppositionsgeist und durch die Tradition von 1848 bestimmt, ein offenkundiges Zeichen war dafür der Kossuth-Kult. Hajdúböszörmény wählte Lajos Kossuth zu Ehrenbürger der Sadt auf seiner Beisetzungsfeier vertrat sich unsere Stadt mit prachtvoller Delegation. An den Parlamentswahlen siegten immer Oppositionellen, von ihnen war Dr. János Benedek der bedeutendste, der der sog. Just-Richtung nahe stand. Eines der interessantesten Stücke der Ausstellung ist ein Fragment der Werbefahne, auf der der Name von Dr. János Benedek zu lesen ist. Dieses Zeitalter bestimmte auch in Hajdúböszörmény die Athmosphäre der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Eines der schönsten Stücke des Saales ist das Franz Joseph-Gemälde, das damals an der Wand des Rathauses hing, und das nach langem Ungemach jetzt zum ersten Mal ausgestellt ist. Die ruhige und ausgeglichene Entwicklung der Zeitperiode des Ausgleichs von 1867 endete mit der Tragödie des ersten Weltkriegs. Die Männerbevölkerung von Hajdúböszörmény diente vor allem an dem russischen (galizischen) und an den italienischen Fronten, als Soldaten der dritten und 39-sten Infanterieregiment von Debrecen. Die mehr als tausend Opfer beweist, dass die Stadtbevölkerung viel Opfer gefördert.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges (1918) brach die Revolution aus, der die rote Diktatur folgte. Hajdúböszörmény geriet danach unter rumänische Okkupation und konnte man nicht wissen, wie lange diese Okkupation dauert. Dieses traurige Zeitalter wird mit Plakaten und anderen zeitgenössischen Dokumenten vorgestellt. Die Rumänische Armee verließ erst im Frühling 1920 unsere Stadt.