HAJDÚBÖSZÖRMÉNY NACH 1945

Nach der sowjetischen Okkupation (22.10.1944) wurden die politischen Parteien neuorganisiert, um eine demokratische Gesellschaft zu schaffen. Von den Parteien – dank der starken bäuerlichen Schicht der Gesellschaft in der Stadt – war die Unabhängige Kleinwirtepartei der bedeutendste. An den Parlamentswahlen in 1945 hatte die Unabhängige Kleinwirtepartei gute Ergebnisse erreicht, die Kommunisten konnten aber einen echten Masseneinfluss nie verschaffen. Die kommunisten bekamen viel weniger Stimmen in der Stadt, als im Land. In unserer Stadt gab es im Laufe der besonderen gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt nie einen richtigen Großgrundbesitz, die Vielfalt der starken lebensfähigen bäuerlichen Wirtschaften war charakteristisch. Daraus ergibt sich, dass die Zusandebringung der kommunistischen Diktatur die Reich- und Mittelbauerschicht, die „Kulak” genannten Großbauer vernichtete, alldies war mit riesigem Weh verbunden, und es verursachte maßlose Schaden. Der Versuch zu der Kollektivisierung der Landwirtschaft begann direkt nach dem Zusandekommen der kommunistischen Diktatur (1948). Es hatte aber trotz des Druckes kaum Ergebnisse. Die Abgabe, Internierung und der seelische Terror bereitete die Gesellschaft von Hajdúböszörmény auf die Revolution von 1956 vor, die Revolution in der Stadt sieg am 26. Oktober 1956. Die Nationalkomitee und die Arbeiterräte bildeten sich und die mit Gewalt gegründeten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften begannen herunterzukommen, überall wurden die sog. „Rákosi”-Wappen und die roten Sterne, die die sowjetische Okkupation und den Kommunismus symbolisierten, entfernt. Die sowjwetischen Tanke erstickten die für kurze Zeit genossene Freiheit in Blut, und es begann auch in Hajdúböszörmény die blutigste Vergeltung in der ungarischen Geschichte, die sog. „Konsolidation”(unter der Führung von János Kádár).