ZÜNFTE

Die Handwerker in Hajdúböszörmény begannen sich am Anfang des 18. Jahrhunderts in Interessegemeischaften, in sog. Zünfte zusammenzuschließen. Die ersten Zünfte wurden nach den bedeutenden traditionsreichen Zünften der oberungarischen Städte Kaschau, Bartfeld (heute in Slowakei) gegründet, in Zunftbriefen wurden die Regeln und die Privilegien dokumentiert (1713 Zunft der Schneider, 1713 Zunft der Stiefelmacher). Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden auch die Zünfte in Hajdúböszörmény nach landesweit vereinheitlichen Zunftregeln gegründet.

1760    Schmied-Schlosser

1827    Pelzschneider

1830    Schmied-Wagner

1832    Schneider, Schuster-Kürschner, Pelzschneider

1847    Müller, Zimmermann, Schlosser, Tischler, Maurer

Außer den Zunftladen und Zunftinstrumenten befinden sich in unserer Ausstellung noch Zunfttafeln mit einfachen Verzierungen, als die Andenken der Zünfte.

In den Produktionsgewerben, die vor allem den örtlichen Bedarf und Ansprüche befriedigten, arbeiteten verhältnissmäßig wenige Meister, die sich sog. Zunftverbände bildeten. 1872 gestalteten sich die Zünfte nach der gesetzlichen Aufhebung der Zünfte in Gewerbekorporationen und später in Handwerkerinnungen um.