DIE ZWISCHENKRIEGSZEIT

Die Landesfläche von Ungarn verminderte sich auf ein Drittel, und geriet auch Hajdúböszörmény in eine schwierige Lage, aber das gesellschaftlich-wirtschaftliche Leben der Stadt stabilisierte sich allmählich. In dieser Zeitperiode hatte die Regierungspartei die Macht, eine bedeutende Opposition trat aber erst in den 1930er Jahren auf, als die Kleinwirtepartei neuorganisiert wurde. Es gab auch andere linke Bewegungen, aber ihr Einfluss war nicht bedeutend. Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich die Gesellschaft des Zeitalters des Ausgleichs von 1867 veränderte. Eine der bedeutendsten protestanten Person des Zeitalters war der protestantische Bischof, Dezső Baltazár, er war in Hajdúböszörmény geboren, und war auch Ehrenbürger der Stadt. Die materiellen Überlieferungen zu diesem Thema sind in einer einzelnen Vitrine ausgestellt.

Die seelischen Auswirkungen des Vertrages von Trianon beschäftigte ernst die Gesellschaft. Die Landesfahne auf halbmast vor dem Gymnasium erinnerte einen an die „Beschneidung” des Landes. Die ausgestellte Landesfahne ist in schlechtem Zustand, weil sie in der Zwischenkriegszeit Tag und Nacht, Winter und Sommer ständig im Freien war. In der nächsten Vitrine sind eineige Meisterwerke bzw. Dokumente über das damalige Zeitalter zu sehen. Diese Meisterwerke wurden auf die Veranstaltung der ersten „Hajdú-Woche” von 1937 angefertigt. Die hier ausgestellten ungarischen Galaanzüge für die Beamten, Frauen, Kinder stellen die Welt des damaligen Mittelstandes vor.

Hajdúböszörmény litt in der zweiten Weltkrieg unter ebensolchen tragischen Zerstörungen, als das Land selbst. Die sowjetisch-russische Eroberung nach der deutschen Okkupation verursachte den massenhaften Tod der jüdischen und später der ungarischen Zivilbevölkerung. An den Fronten, in den deutschen Todeslagern und an den Gulag starben zweimal so viel Menschen, wie in dem ersten Weltkrieg.