GESELLSCHAFTSLEBEN IN VEREINEN (1867-1944)

In der oben gezeigten Zeitperiode organisierte und kräftigte sich in Hajdúböszörmény die Zivillgesellschaft, das war eine unerlässliche Bedingung der Verbürgerlichung. Verschiedene Vereine, Lesevereine, und Kasinos bildeten sich in den verschiedenen Schichten, Gruppen der Gesellschaft heraus, hauptsächlich im Kreis der Agrar-und Handwerkerbevölkerung. Der landwirtschaftliche Jugendverein – dessen Fahne in der Ausstellung zu sehen ist – ist ein Beweis für die bäuerliche Selbstorganisation. In dem gesellschaflichen Leben der Stadt spielten die Handwerker eine wesentliche Rolle, sie schlossen sich in dem Handwerker-Leseverien Gábor Fazekas, eine von dessen Sektionen war der Singelkreis „Törekvés”. Der Singelkreis „Törekvés” erreichte auch in der Zwischenkriegszeit schöne Ergebnisse. Viele Gedenkstücke sind ausgestellt: zum Beispiel Gegenstände und Preise vieler Wettbewerbe. Das imposanteste Stück ist die Fahne des Singelkreises „Törekvés”, die an beiden Seiten reich gestickt ist. In der Ausstellung befinden sich Kranzbände von der Enthüllung des Ehrenmals der Opfer des ersten Weltkriegs, auch das Kreuzband des Gouverneurs, Miklós Horty ist ausgestellt.

Im Leben der örtlichen Gesellschaft spielten die Zeitungen eine wichtige Rolle. Die erste örtliche Zeitung wurde 1883 veröffentlicht. Die Redakteure waren Lehrer, Anwälte, Pfarrer. Von ihnen waren die bedeutendsten Sándor Dobó, Gyula Porcsalmy und Dr. István Molnár. Die Wochenblätter spielten eine wichtige Rolle in der Formulierung der öffentlichen Meinung der örtlichen Gesellschaft. Von dem Ende des Jahrhunderts an arbeitete eine Drukerei in unserer Stadt, in der Druckerei wurden auch kleinere Drucksachen und sogar Bücher gedruckt. Die Druckeri arbeitete am Anfang als Privatunternehmen, in der Zwischenkriegszeit als Aktiengesellschaft. Das heutige Gebäude des Gymnasiums, das auf eine jahrhundertelange Vergangenheit zurückgeht, wurde 1864 gebaut, die Gesinnung des Gymnasiums wurde zu Symbol der örtlichen Intelligenz.